Das Wesen der Sklavenhaltergesellschaft

Zeittafel: Von der Urgesellschaft zur Sklavenhaltergesellschaft
Zeittafel: Von der Urgesellschaft zur Sklavenhaltergesellschaft

 

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 5. Klasse, Stand 1982

Der Athener Sklavenhalterstaat erreichte um 450 v.u. Z. den Höhepunkt seiner Macht. Er beherrschte das griechische Siedlungsgebiet, das östliche Mittelmeer und das Schwarze Meer.

 

Rom erreichte im 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung seine größte Machtausdehnung. Das römische Reich erstreckte sich zu dieser Zeit von Britannien bis nach Ägypten, vom Kaspischen Meer bis nach Spanien.

 

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 5. Klasse, Stand 1982

Die Sklavenhaltergesellschaft erreichte also in beiden Staaten zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihren höchsten Stand. Sie entwickelte sich außer in Athen und Rom auch in anderen Staaten, wo in vielen griechischen Stadtstaaten, wie zum Beispiel in Korinth, und im nordafrikanischen Karthago. Die Gesellschaftsordnung in diesen Staaten besitzt ganz bestimmte gleiche Kennzeichen. Das sind die allgemeinen Merkmale, die das Wesen der Sklavenhaltergesellschaft ausmachen. 

 

Die allgemeinen Merkmale einer Sklavenhaltergesellschaft

Sklaven und Sklavenhalter bildeten die Hauptklassen. Hauptproduzenten waren die Sklaven. Sie leisteten in allen Wirtschaftszweigen fast die gesamte körperliche Arbeit.

 

Alles, was sie Sklaven erarbeiteten, eigneten sich die Sklavenhalter an. Die Sklaven erhielten nur so viel, wie sie unbedingt zum Leben benötigten. Damit die Sklavenhalter mehr Nutzen aus ihrer Arbeit ziehen konnten, beuteten sie die Sklaven noch stärker aus und ließen immer mehr Sklaven für sich arbeiten.

 

Den Sklaven gehörten nicht einmal Wohnung und Kleidung. Sie selbst und alle Produktionsmittel, mit denen sie arbeiteten, waren Besitz der Sklavenhalter. Deshalb waren die Sklaven ihren Herren vollkommen ausgeliefert.

 

Was die Sklaven in der Produktion leisteten, nützte allein den Sklavenhaltern. Das führte zu einem unversöhnlichen Klassenkampf zwischen den Sklaven und den Sklavenhaltern. Ziel der Sklaven war es, sich ein besseres Leben zu erkämpfen.

 

 

Das wichtigste Mittel der Sklavenhalter, um ihre Herrschaft aufrechtzuerhalten, war der Sklavenhalterstaat. Durch ihn sicherten sie die Ausbeutung und Unterdrückung der Sklaven. Die vom Staat geführten Raub- und Eroberungskriege waren Hauptquelle der Sklaverei. 

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 5. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

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