Der Wiener Kongress

Die Volksmassen hatten für die Beseitigung der französischen Fremdherrschaft hohe Blutopfer gebracht. Hoffnungsvoll schauten die nun nach Österreich, wo auf dem Wiener Kongress 1814 bis 1815 über die Neuordnung Europas beraten und entschieden werden sollte. Fürsten und Staatsmänner aus vielen Ländern waren anwesend. Unter ihnen befanden sich der russische Zar, der Kaiser von Österreich und der König von Preußen. Auch der Freiherr vom Stein und andere deutsche Patrioten weilten in der Donaustadt. Aber das entscheidende Wort blieb ihnen versagt. Es wurde von den Fürsten gesprochen, die ihre egoistischen Ziele verfolgten. Sie dachten jetzt nicht daran, den Völkern mehr Freiheit zu geben und somit die Versprechungen einzulösen, die sie gemacht hatten. Im Gegenteil, die alten Verhältnisse sollten wiederhergestellt und gefestigt werden. So gestalteten sich die Verhandlungen zu einem üblen Länderschacher, begleitet von Bällen und anderen Vergnügungen.

 

 

Die kleineren Staaten mussten sich dem Willen der Großmächte beugen. 

 

Unter diesem Eindruck bemerkte Blücher„Der Kongress gleicht einem Jahrmarkt in einer kleinen Stadt, wo jeder sein Vieh hintreibt, es zu verkaufen und zu vertauschen.“

Zeitgenössische Karikatur, entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982
Zeitgenössische Karikatur, entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

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Ergänzung, entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

Teilnehmer des Wiener Kongresses:

Bildquelle: Von http://www.histoire-image.org/photo/zoom/nic08_isabey_02f.jpg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16173367

"Palais am Ballhausplatz" Tagungsgebäude des Wiener Kongresses(heute Bundeskanzleramt(Österreich)
"Palais am Ballhausplatz" Tagungsgebäude des Wiener Kongresses(heute Bundeskanzleramt(Österreich)

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Von Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Extrawurst als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben). - Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird angenommen, dass es sich um ein eigenes Werk handelt (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben)., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=540534

Die deutschen Fragen wurden angesichts ihrer Komplexität und ihres Umfangs getrennt von den übrigen europäischen Angelegenheiten beraten.

 

Nach dem Sturz Napoleons im Frühjahr 1814 beendete der ErstePariser Frieden den Krieg zwischen den Mächten der Sechsten Koalition und der französischen Regierung der restaurierten Bourbonenmonarchie unter Ludwig XVIII. Nach Artikel 32 dieses Friedensvertrages sollte in Wien ein Kongress zusammentreten, um eine dauerhafte europäische Nachkriegsordnung zu beschließen. Dazu waren alle am Krieg beteiligten Staaten eingeladen.

 

Die siegreichen Könige und ihre führenden Minister trafen sich zunächst in London. Im Herbst 1814 begann in Wien der Kongress, zu dem sich Delegationen fast aller Staaten und Mächte Europas einfanden. Von September 1814 bis Juni 1815 wurde Wien und vor allem der Tagungsort, das Außenministerium (später auch die Staatskanzlei) im Palais am Ballhausplatz, der Amtssitz von Metternich, zum politischen Zentrum des Kontinents. Gastgeber war Kaiser Franz I. von Österreich.

 

Der Wiener Kongress erarbeitete, dies war eine verhandlungstechnische Neuheit, seine Ergebnisse in Kommissionen. Es gab unter anderem einen Ausschuss für die Deutschen, einen für die europäischen Angelegenheiten, einen für Gebietsfragen, einen für die Flussschifffahrt und einen für den Sklavenhandel. Zu einer formellen Vollversammlung kam es nie. Die Kongressakte trägt nur die Unterschriften der acht Hauptmächte Österreich, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Portugal, Preußen, Russland und Schweden (in dieser auf Französisch alphabetischen Reihenfolge). Die Deutsche Bundesakte,deren Allgemeine Bestimmungen (Artikel 1 bis 11) in die Kongressakte aufgenommen sind, wurde separat von den Bevollmächtigten der deutschen Staaten unterzeichnet.

 

Der wichtigste Gegenspieler Metternichs war Zar Alexander I. Daneben spielten auch der britische Gesandte Castlereagh und der Vertreter des besiegten Frankreich, Talleyrand, der sowohl unter dem alten wie dem neuen französischen Regime erheblichen Einfluss hatte, die wichtigsten Rollen. Auch wenn Preußen durch Karl August von Hardenberg und Wilhelm von Humboldt prominent vertreten war, spielte die Delegation dieses Landes keine besonders starke Rolle. Ein Grund dafür war, dass deren Linie durch das persönliche Eingreifen von König Friedrich Wilhelm III. beeinträchtigt wurde.

 

Richtet man den Blick vom Ballsaal weg auf die eigentlichen Verhandlungen, bleibt vom äußeren Bild der Harmonie nicht mehr viel übrig. Tatsächlich verschärften sich die Interessengegensätze im Verlauf des Kongresses noch deutlich.

 

Der Kongress arbeitete nach fünf übergeordneten Prinzipien, die allerdings teilweise die nachträgliche Konstruktion der Historiker sind. Der Begriff der Legitimität bezeichnet in diesem Zusammenhang die Liquidierung des napoleonischen Staatensystems und die Wiedereinsetzung der alten Dynastien (Bourbonen, Welfen usw.). Wenn ausgerechnet Talleyrand das Legitimitätsprinzip betonte, ging es ihm vor allem um die Anerkennung Frankreichs als gleichberechtigter Macht und damit die Überwindung des Status als Kriegsverlierer.

Der Kongress arbeitete nach fünf übergeordneten Prinzipien, die allerdings teilweise die nachträgliche Konstruktion der Historiker sind. Der Begriff der Legitimität bezeichnet in diesem Zusammenhang die Liquidierung des napoleonischen Staatensystems und die Wiedereinsetzung der alten Dynastien (Bourbonen, Welfen usw.). Wenn ausgerechnet Talleyrand das Legitimitätsprinzip betonte, ging es ihm vor allem um die Anerkennung Frankreichs als gleichberechtigter Macht und damit die Überwindung des Status als Kriegsverlierer.

 

Also die alten Verhältnisse wurden wiederhergestellt.

 

Die weiteren Details über die Neuordnung Europas  kann man im Wikipedia-Artikel nachlesen. Das Geschichtsbuch der DDR hat es richtig beschrieben. Es war ein Länderschacher. 

 

Fürst von Metternich( Porträt von Thomas Lawrence)
Fürst von Metternich( Porträt von Thomas Lawrence)

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Von Kunsthistorisches Museum, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6756329

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Von F. Saerdna - Eigene Arbeit. Nach http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Wiener_Kongress_(Ziele).png, Gemeinfreihttps://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6336395

Ergebnisse des Wiener Kongresses
Ergebnisse des Wiener Kongresses

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Von original image: Memoratorvectorization: Eigenes Werk - Eigenes Werk, Gemeinfreihttps://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18221761

Europa nach dem Wiener Kongress 1815
Europa nach dem Wiener Kongress 1815

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Von Alexander Altenhof - Eigenes Werk. Source of Information:Historical atlases– Map "1815 - L'Europe apès le Congrès de Vienne" (Author unknown)(Link)– Ramsay Muir, George Philip (ed.): Philip's New School Atlas of Universal History, George Philip & Son, Ltd., London 1928– Dr. Walter Leisering (ed.): Putzger Historischer Weltatlas, Cornelsen Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-464-00176-8– Bayerischer Schulbuch-Verlag (ed.): Großer Historischer Weltatlas, Dritter Teil, Neuzeit, Bayerischer Schulbuch-Verlag, München 1981, ISBN 3-7627-6021-7.– Prof. Dr. Hans-Erich Stier, Prof. Dr. Ernst Kirsten a. o. (ed.): Großer Atlas zur Weltgeschichte, Orbis Verlag, München 1990, ISBN 3-7627-6021-7Other publications– Reinhard Stauber: Der Wiener Kongress, Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 2014, ISBN 978-3-8252-4095-0– Thierry Lentz: 1815. Der Wiener Kongress und die Neugründung Europas, Siedler Verlag, München 2014, ISBN 978-3-8275-0027-4, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50255880

Schlussakte des Wiener Kongresses - Originaldokument im österreichischen Staatsarchiv
Schlussakte des Wiener Kongresses - Originaldokument im österreichischen Staatsarchiv

Bildquelle:

Von Thomas Ledl - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35907449