Die Gladiatoren

Eine besondere Gruppe von Sklaven bildeten dieGladiatoren. Dazu machte man die stärksten und mutigsten kriegsgefangenen. Sie mussten zur Unterhaltung der freien Römer gegeneinander kämpfen. Die Gladiatorenkämpfe nahmen in Rom im 1. Jahrhundert v.u.Z. zu. Sie hatten den gleichen Zweck wie die kostenlose Ausgabe von Getreide, Öl, Wein und Geld. Sie sollten die Armen vom Kampf um ein menschenwürdiges Dasein abhalten. Wer daran gewöhnt wurde, mit Freude Menschen sterben zu sehen, konnte schließlich auch als Soldat die größten Gräueltaten verrichten.

 

Die Gladiatoren wurden in besonderen Schulen auf den Kampf vorbereitet. Sie erhielten nahrhafte Kost. Ihre Ausbildung war hart und grausam. Fesseln in Eisenketten, Brennen mit glühendem Eisen und Schläge waren Strafen für geringste Vergehen. Jeder Gladiator wurde in einer bestimmten Kampfart ausgebildet. Im 1. Jahrhundert v.u.Z. war ein römisches Fest ohne die blutigen Kampfspiele und den Tod der unterlegenen Kämpfer denkbar.

 

Gladiatorenkampf
Gladiatorenkampf

 

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 5. Klasse, Stand 1982

In der Arena kämpften immer Gladiatoren mit verschiedener Bewaffnung gegeneinander.  Ein Teil kämpfte in Rüstungen. Andere hatten nur einen Dreizack und ein Fangnetz. Kämpfer mit großen Schilden und kleinen Dolchen hatten Gegner mit langen Schwertern und kleinen Schilden. Blieb der im Kampf Unterlegene noch am Leben, dann entschieden die Zuschauer über sein Schicksal. Schwenkten sie die Tücher, so wurde ihm das Leben geschenkt, richteten sie die Daumen nach unten, so bedeutete das für ihn den Tod. Die Hinrichtung unterlegener, nicht begnadigter oder schwerverwundeter Gladiatoren besorgten die Aufseher.

 

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 5. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

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