Die Völkerschlacht bei Leipzig

Am 10. August 1813 lief der Waffenstillstand ab. Napoleons Lage verschlechterte sich. Im standen nun Russen, Preußen, Österreicher, Engländer und Schweden als Verbündete gegenüber. Diese stellten drei Armeen auf: die Hauptarmee unter dem Oberbefehl des österreichischen Fürsten Schwarzenberg; die Schlesische Armee unter der Führung Blüchers; die Nordarmee unter dem Befehl des schwedischen Kronprinzen Bernadotte.

 

Napoleon besaß nicht mehr die zahlenmäßige Überlegenheit. Er verfügte über etwa 450 000 Soldaten, während die Verbündeten etwa 480 000 Mann ins Feld führen konnten. Seine Absicht war es, die Armeen der Verbündeten einzeln zum Kampf zu stellen und zu schlagen. Aber Gneisenau, Blücher und andere hervorragende Heerführer wussten dies zu vereiteln.

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

So kam es zu der Völkerschlacht bei Leipzig, die vom 16. Oktober bis 19. Oktober 1813 tobte. An dieser Schlacht waren 190 000 Soldaten Napoleons, 127 000 Soldaten Russlands, 89 000 Soldaten Österreichs, 72 000 Soldaten Preußens und 18 000 Soldaten Schwedens beteiligt.

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

Mit dieser Schlacht war der Krieg entschieden. Während  ihreres Verlaufs ging die Masse der sächsischen und württembergischen Soldaten zu den Verbündeten über. Die Tage des Rheinbundes waren gezählt. Rasch brach er zusammen.

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

Noch aber verfügte Napoleon über eine Armee, denn etwa 100 000 Mann konnten sich über den Rhein zurückziehen. Die wurden zunächst nur von schwachen Truppen der Verbündeten verfolgt, jedoch Blücher ließ sie nicht zur Ruhe kommen. In der Neujahrsnacht 1813/14 setzte er mit seinen Truppen bei Kaub über den Rhein. Die anderen Armeen folgten ihm.

 

Am 30. März 1814 musste Paris kapitulieren. Der russische Zar und der preußische König zogen als Sieger in die französische Hauptstadt ein. Napoleon wurde genötigt, die Kaiserkrone niederzulegen und sich auf die Mittelmeerinsel Elba zu begeben. Die Verbündeten sorgten dafür, dass der französische Königsthron wieder besetzt wurde. Es regierte nun Ludwig XVIII., ein Bruder des hingerichteten Ludwig XVI. , aus dem Hause der Bourbonen.

 

Noch einmal wusste Napoleon Angst und Schrecken zu verbreiten. Am 1. März 1815 landete er auf dem Festlande, um erneut die Macht an sich zu reißen. Aber diese Herrschaft währte nur 100 Tage. Seine letzte Schlacht war die Schlacht bei Waterloo. Nach dieser völligen Niederlage für Napoleon, folgte seine Verbannung auf die einsame Felseninsel St. Helena im Atlantischen Ozean. Hier starb Napoleon im Jahre 1821. So endete der Befreiungskrieg 1813-1815 mit einem Erfolg für die Völker Europas.

 

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

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