Rousseaus Vorstellungen von der Volksherrschaft

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

Die zahlreichen Handwerker und kleinen Ladenbesitzer, Gesellen und armen Bauern wollten sich nicht damit zufriedengeben, dass nur der Adel und die Bourgeoisie die Herrschaft ausüben sollten.  Sie fanden ihren Sprecher in Rousseau. Er kannte ihr Leben. Alle Menschen hätten die gleichen Rechte und darum müsste jeder etwas, aber keiner zuviel besitzen.

 

Rousseau lehnte die Gewaltenteilung ab. Es sollte nur eine oberste Staatsgewalt geben und die müsste das Volk ausüben. 

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

Dabei hatte er ein Vorbild, seine Heimatstadt Genf.  Sie war eine Republik und kannte keinen König. Nach Rousseaus Vorstellungen wählte das ganze Volk Abgeordnete für die Volksvertretung. Diese erließ die Gesetze und beauftragte erfahrene Männer(damals gab es nur Männer in diesen Funktionen)mit der Rechtsprechung und mit der ausführenden Gewalt, der Regierung.

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

Das Modell von Rousseau kommt den sozialistischen Staaten, bzw. der DDR näher. So lässt sich erklären, dass es dort keine Gewaltenteilung gab. Anhand des Modells von Rousseau kann man erkennen, dass die Gewaltenteilung nicht das Ideal ist, wie es in bürgerlich-demokratischen Staaten stets propagiert und in der politischen Bildung stets eingetrichtert wird.

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

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Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR
Rousseaus Vorstellungen von der Volksher
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